Zauber Venedigs- gedruckt 1882

Projektnummer: 2022/0019

Gsell-Fels, Theodor:Venedig : mit Bildern und Zeichnungen / Dr. Gsell-Fels. - München ; Berlin : Friedr. Bruckmann's Verlag, 1882. - 27 Seiten, 10 ungezählte Blätter Bildtafel : Illustrationen. Signatur: GG8/3660

Der Schweizer Autor, Kunsthistoriker und Arzt Theodor Gsell verfasste mehrere Reiseführer über Italien, Südfrankreich, Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zur Ergänzung seines kunstgeschichtlichen Studiums unternahm er zu Fuß ausgedehnte Bildungsreisen durch ganz Italien. An der Universität in Basel war er Dozent für italienische Kunstgeschichte. 1880 zog er nach München. 1883 änderte er seinen Namen durch einen Beschluss des St. Galler Regierungsrates in Gsell Fels um und fügte somit den Nachnamen seiner Frau seinem eigenen hinzu.

Der schön ausgestatteter Band besticht mit Holzschnitten und photographischen Abbildungen berühmter Plätze, Gebäude und Kunstwerke der Lagunenstadt.  Er erschien als erster Band der Reihe "Italien's Städte und ihre Umgebung" mit Bildern und Zeichnungen von Theodor Choulant, Friedrich Eibner, Emil Kirchner, Ludwig Passini und Friedrich Wagner.

Das muss gemacht werden:

Einband:
Rücken mit passendem Gewebe unterlegen und alten Rücken wieder anbringen, Ecken mit Japanpapier umfassen und retuschieren

Buchblock:
Reinigen, Neue Hülse fertigen

Reparaturkosten: 37 Euro
Projektnummer: 2022/0019

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Appell für Spaniens Dichter Pedro Calderon de la Barca – gedruckt 1752

Projektnummer: 2022/0034

Guerra y Ribera, Manuel de: Apelacion al tribunal de los doctos, justa defensa de la aprobacion a las comedias de Don Pedro Calderon de la Barca…Xaraba, Gonzalo [Hrsg.]. - Madrid: Imprenta del Mercurio 1752. Signatur: S25/1792

Der Autor des vorliegenden Buches, Manuel de Guerra y Ribera wurde am 2. Februar 1638 in Madrid geboren. Er gehörte dem 1198 gegründeten Orden der Trinitarier an, der sich von Frankreich aus über Italien und Spanien ausgedehnt hatte und in dem er als Lektor und Prediger Karriere machte. Mit seinem Zeitgenossen Pedro Calderon (1600-1681) verbanden ihn manche Gemeinsamkeiten. Der spanische Dichter hatte ein bewegtes Leben geführt, bevor der einstige Jesuitenzögling im fortgeschrittenen Alter 1650 in den Orden der Franziskaner eintrat und im Jahr darauf zum Priester geweiht wurde. Auch Guerra y Ribera trat literarisch hervor, 1662 veröffentlichte er seine Sermones „Sagrados Hyeroglíficos“. Hohe Ehre wurde ihm danach zuteil, da Carlos II ihn 1667 zum Hofprediger berief. Dort traf er auf den berühmten Calderon de la Barca, den 30 Jahre zuvor zum Hofdramatiker Ernannten, der seit 1663 auch als Hofkaplan wirkte. In dem erst 1752 von Gonzalo Xaraba herausgegebenen Buch handelt es sich um eine 500 Seiten umfassende Schrift, in der sich Guerra y Ribera auf die Seite Calderons stellt, denn Jahre zuvor hatte die Inquisition zwei von dessen Komödien verboten und bis 1681 gegen ihn ermittelt. Bereits im Untertitel des Buches formulierte der Hofprediger seinen Appell zur Verteidigung der Billigung der Komödien des Don Pedro Calderon und forderte überdies die Anfechtung der Papiere, die bis zum Jahr 1683, also noch zwei Jahre nach Calderons Tod, gegen sie herausgekommen waren. Bei Erscheinen des Buches war Guerra y Ribera bereits seit 60 Jahren tot, er starb 1692 in Valencia.

Es handelt sich bei dem historischen Text somit um ein wichtiges Werk der spanischen Literaturgeschichte, das selbstverständlich in Fastenraths Bibliothek vorhanden war.

Das muss gemacht werden:

Einband:
Reinigen, Verbindung von Einband und Buchblock wiederherstellen

Buchblock:
Reinigen, Bünde ergänzen, neue Spiegel anfertigen

Restaurierungskosten: 1.100,75 Euro
Projektnummer: 2022/0034

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Fotos: Catrin Blachani und Simon Epp, USB Köln
Text: Caroline Dohmen-Richter, Christiane Hoffrath, USB Köln

Diese Buchpatenschaften sind bereits vergeben:

BEREITS VERGEBEN: Kleine Auswahl aus Fastenraths Bibliothek - gedruckt 1828, 1890 und 1907

Plana Y Dorca, Joseph: Papellones. - Barcelona: Fidel Giró 1907. Signatur: S25/4963

Vega Belgrano, Carlos: Pensamientos. Band 1. - Hamburgo: Verl. Anstalt 1890. Signatur: S25/6210-1

Luis Vélez de Guevara: El diablo cojuelo verdades soñadas y novelas de la otra vida. Nueva ed. corr.. - Paris: Gaultier - Laguionie: 1828. Signatur: S25/6320

Das jüngste der drei Bücher aus dieser Auswahl stammt vom katalanischen Autor José Plana Y Dorca, dessen Bücher keine weite Verbreitung fanden. Sein Text „Papellones” ist 1907 in Barcelona erschienen. Bekannt ist, dass der Verfasser bereits 1901, 1904 und 1905 Bücher in katalanischer Sprache im Verlag Fidel Giró veröffentlichte, von denen zwei Exemplare bis heute in der Bibliothek Fastenrath vorhanden sind. Es handelt sich um das Buch „Bastides y Pedruscall“ und die kleine Schrift „Els meus ex-libris y sa descripció filosófica“.

Beim zweiten Buch handelt es sich um die „Gedanken“ des 1858 geborenen Carlos Vega Belgrano, erschienen 1890-1891 in zwei Bänden in der Hamburger Verlagsanstalt. Es scheint das einzige Werk des argentinischen Diplomaten zu sein, denn weitere Veröffentlichungen sind nicht nachgewiesen. Das seltene Werk ist außer in der USB Köln nur noch in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek nachgewiesen. Johannes Fastenrath hat sein Exemplar, versehen mit einer persönlichen Widmung, vom Verfasser erhalten.

Das dritte Werk ist eine bekannte Novelle von Luis Vélez de Guevara (1579-1644) aus der Blütezeit der spanischen Renaissance. Auch dem Vielschreiber Vélez de Guevara wurde die Ehre und Unterstützung als Hofdramatiker zuteil. Seinen Schelmenroman vom hinkenden Teufel schrieb er 1641. Das Werk wurde bis ins 19. Jahrhundert von verschiedenen Verlagen, u.a. in Madrid, Barcelona und, wie in der hier vorliegen Ausgabe, in Paris neu aufgelegt.

Das wurde gemacht:

Einband:
Neue Lederrücken fertigen, alte Rücken wieder aufbringen

Buchblock:
Reinigen,instandsetzen, Hülse fertigen

Restaurierungskosten: 112 Euro (Gesamtsumme für alle 3 Bände, Buchpatenschaft ist bereits vergeben)