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"Bücher auf Reisen" im Sommer 2022

Einige unserer Bücherschätze verbringen diesen Sommer in Münster, Düsseldorf, Arnsberg und Essen. Und ab sofort können Sie auch im Foyer sehen, wohin die Bücherreisen gehen. Ein QR-Code führt Sie zu den Ausstellungsbeschreibungen.

Ein bisschen stolz sind wir schon darauf, dass unser Bestand so gefragt ist - und unsere Bücher freuen sich auch, mal was anderes zu sehen ...

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31. Mai 2022

 

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8. März 2022 - Weltfrauentag

Mathilde von Mevissen - Frauenrechtlerin und Mitbegründerin des Kölner Frauenbildungsvereins

Mathilde von Mevissen (1848-1924) war die zweitälteste der fünf Töchter von Gustav von Mevissen (Unternehmer und Politiker im Rheinland, * 1815- † 1899). Wie im 19. Jahrhundert üblich, erhielten die Mädchen keine fundierte Ausbildung. Der Besuch einer Schule wurde durch Hauslehrer ersetzt. "In jeglichem Wissen bin ich Homöopath - habe stets nur die allerkleinsten Dosen genommen", schrieb sie Jahre später. Sie fand Mittel und Wege, sich heimlich Bücher aus der reichen, aber den Kindern verbotenen Bibliothek des Vaters zu beschaffen, um ihren Wissensdurst zu stillen. Als Erwachsene setzte sie sich sehr für die Rechte der Frauen (Frauenwahlrecht) und insbesondere für die Ausbildung und Förderung von Mädchen ein. Sie war Mitbegründerin des 1894 gegründeten Kölner Frauenfortbildungsvereins. Dass 1903 in Köln ein Mädchengymnasium - das erste in Preußen - eröffnet wurde, war ihrem Einsatz und ihrer finanziellen Förderung zu verdanken. Sie erlebte es noch, dass diese Schule 1923 nach ihr benannt wurde. Als verdiente Person der Stadtgeschichte ehrt die Stadt Köln das Andenken an Mathilde von Mevissen durch eine Skulptur im Figurenprogramm des Rathausturms.

"Da ich unglücklich war und wohl etwas unterdrückt - Mathilde von Mevissen und die Mädchenbildung"
in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins ; volume 75, issue 1, page 87-142 ; ISSN 0341-9320 2198-0675, (2004)

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08. März 2022

Islands Bücher und eine schöne Weihnachtstradition

In den Büchern unserer Kölner Islandsammlung findet man immer wieder Spuren früherer Benutzer:innen. In dieser Psalmensammlung von 1754 hat jemand z. B. ein handschriftliches Alphabet samt Sonderzeichen æ, þ und ø (heute: ö) eingetragen; außerdem haben sich verschiedene Personen mit Namen im Band verewigt. Neben Pfarrer Jón Magnússon aus Hvammur, dem das Buch wahrscheinlich gehört hat, finden wir Jón Helgason und Jón Jónsson, aber auch die Mädchennamen Ástríður und Þorbjörg. Vielleicht waren das Pfarrer Jóns Schüler*innen?

In Island spielt die literarische Tradition seit dem Mittelalter eine große Rolle, daher lernten schon früh viele Menschen lesen und schreiben. Dafür musste Papier her! Weil es in Island aber lange keine Papiermühlen gab, war der Rohstoff knapp. So wurde auch auf den unbedruckten Blättern in Büchern geübt.
Heute gibt es in Island genügend Papier und gerade in der Vorweihnachtszeit werden viele neue Bücher herausgegeben. Durch die sogenannte Weihnachtsbücherflut (isl. Jólabókaflóð) sind Bücher das traditionelle Weihnachtsgeschenk geworden (und Schockolade!) - perfekt, um sich in der Ruhe zwischen den Feiertagen gemütlich in spannende Geschichten vertiefen zu können.

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27. Dezember 2021