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Die Bibliothek Wallraf im YouTube-Video

"Kraftakt mit Feingefühl: Die Restaurierung der Bibliothek Wallraf" >>

Wie gelangte die Bibliothek des Kölner „Erzbürgers“ Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) in die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln? Und was geschieht heute mit seinen historisch wertvollen Büchern?

Fehlten Wallraf schon zu Lebzeiten die finanziellen Mittel für die notwendige Bestandspflege, so befindet sich seine Bibliothek 200 Jahre später in einem maroden Zustand. Doch durch die Unterstützung von Bund, Land und der Stadt Köln sowie privater Buchpatenschaften, wird seine Bibliothek nun von Grund auf saniert und restauriert.

Unsere Kolleg*innen in der Buchbinderei sichern bereits seit einigen Jahren stark defekte Bände und leisten mit der Erstreinigung, Schadenserhebung und Neuaufstellung der ca. 10.000 Bände einen wahren Kraftakt, der zusätzlich zur laufenden Arbeit gestemmt wird. Doch die Mühe lohnt sich: Der Bestand wird nicht nur geschützt und restauriert, auch werden Besitzvermerke sichtbar, die wichtige Nachweise für unsere Provenienzforschung liefern. Die virtuelle Rekonstruktion der Kölner Jesuitenbibliothek profitiert z.B. enorm von den Vorarbeiten der Buchbinderei.

Die Rettungsaktion ist Teil der täglichen Arbeit in unserer Buchbinderei geworden und verlangt Akribie, Fachwissen und Durchhaltevermögen. Aber sehen Sie selbst: "Kraftakt mit Feingefühl : Die Restaurierung der Bibliothek Wallraf"

Unser Dank geht an das Multimedia-Team der Abteilung Presse und Kommunikation der Universität zu Köln, mit deren Hilfe dieses Video entstanden ist!

Kölner Münzportal

Münzschenkung für das Institut für Altertumskunde

Gunther Schodlok, ein Münzsammler aus Niedersachsen hat dem Institut für Altertumskunde mehr als 3.500 antike Münzen geschenkt. Die Freude über die Schenkung ist umso größer, weil der Sammler "gezielt versucht [hat], die Lücken in unserer Sammlung durch Erwerbungen aufzufüllen", so Dr. Angelo Geissen, ehemaliger Kustos der Kölner Münzsammlung. Schodloks Sammlung enthält auch eine der letzten Münzen aus der Zeit von Königin Kleopatra.

Mehr über die Schenkung und ihre Auswirkung auf die numismatische Forschung an der Universität zu Köln erfahren Sie im Kölner Universitätsmagazin: Münzschenkung der Superlative >>

Bald werden die "neuen" Münzen auch im Kölner Münzportal recherchierbar sein. Das Münzportal ist 2013 in enger Zusammenarbeit mit PD Dr. Gregor Staab, dem Kustos der Münzsammlung am Institut für Altertumskunde und der USB entstanden. Die Portalsoftware dazu wurde an der USB entwickelt. Bei der Erfassung dieser besonderen Sammlungsobjekte unterstützen wir das Institut weiterhin.

100. Todestag von Max Bruch

Am 2. Oktober 1920 verstarb der gebürtige Kölner Komponist und Dirigent in Berlin.

Für uns ein Anlass, auf das Max Bruch-Archiv des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität zu Köln hinzuweisen: Das Archiv besitzt ca. 7.200 Briefe von und an Max Bruch. Bruch selbst hat einen Großteil seiner Korrespondenz mit Musikerkolleginnen und -kollegen, Musikinstitutionen, Freunden und Familienmitgliedern in 17 Bänden zusammengefügt, teilweise kommentiert, betitelt und eingebunden. Dieser Briefwechsel vermittelt einen Überblick über sein umfangreiches Netzwerk. Zum Reinhören in sein Werk hier das Violinkonzert Schottische Fantasie op. 46 (YouTube). Wer Spuren von Max Bruch sucht, wird in Bergisch Gladbach in der Villa Zanders fündig: Dort hatte er „sein” Klavierzimmer, bereitgestellt von seiner Mäzenin und Freundin, der Papierfabrikantin Maria Zanders. Dazu auch: "Bergisch Gladbach : ein Ort für Max Bruch"  Signatur: 18L3893

Die Beratung bei der Erfassung von außergewöhnlichem Sammlungsmaterial sowie die technische Realisierung und der Support des Max Bruch-Archivs gehören zu unseren Services für Kölner Universitätssammlungen.