Aktuelles, Wissenswertes und Geschichten aus über 80 Sammlungsportalen. Hier berichten wir regelmäßig darüber.

Sammlungsgeschichten - Jahresrückblick 2022

Besitzstempel der Studentenbücherei

17. November 2022 - Neues Sammlungsportal "ALTE KÖLNER STUDENTENBÜCHEREI"

Was interessierte und bewegte die Kölner Studierenden in der Zwischenkriegszeit von 1920 - 1940 ?

Das lässt sich gut an an dem Bestand der alten Kölner Studentenbücherei erkennen, gegründet im Sommersemester 1920.

Man berücksichtigte bei der Bestandsauswahl die Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer.
Daher enthält die Sammlung die ganze literarische Vielfalt der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und beinhaltet Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die dem Nationalsozialismus nahe standen oder von ihm verfemt wurden. Der Bestand spiegelt wider, welche Themen das damalige studentische Leben in Köln begleiteten.

Bisher haben wir über 250 Bücher aus der alten Studentenbücherei in unserem Bestand gefunden und der neuen Sammlung zugeordnet.

Zum Sammlungsportal KÖLNER STUDENTENBÜCHEREI >>

17. November 2022

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8. November 1942 - Vor 80 Jahren starb Helene Richter im Konzentrationslager Theresienstadt

Helene Richter war eine österreichische Anglistin und Theaterwissenschaftlerin. Die Privatbibliothek, die sie gemeinsam mit ihrer Schwester Elise aufbaute, gelangte als Notverkauf 1942 in die USB Köln und zählt heute zum NS-verfolgungsbedingten Kulturgut. Im Rahmen der NS-Provenienzforschung wurde die Bibliothek 2005 rekonstruiert und im Zuge der Restitution kam es 2014 zu einer gütlichen Einigung mit den in England lebenden Erben. Demnach verbleiben die Bücher in der USB Köln und stehen somit weiterhin der Wissenschaft zur Verfügung. Dr. Christiane Hoffrath hat 2009 die Geschichte dieser Bibliothek in ihrer Veröffentlichung „Bücherspuren“ sorgfältig dokumentiert und aufgearbeitet.

Ein besonderer Fund in der Bibliothek ist ein Typoskript von Helene Richter, das 2011 in unserer Elektronischen Schriftenreihe veröffentlicht wurde: "Die drei großen Tragödinnen des Burgtheaters im 19. Jahrhundert.", PDF (79MB)

 

Helene Richter: Autodidaktin - Anglistin - Theaterwissenschaftlerin

Wie ihre jüngere Schwester Elise, erhielt Helene Privatunterricht. Als Autodidaktin widmete sie sich der Anglistik und veröffentlichte ab 1895 Übersetzungen und Sachbücher. Sie erhielt die Ehrendoktorwürde der Universitäten Heidelberg und Erlangen und ihre Heimatstadt ernannte sie zum "Bürger ehrenhalber der Stadt Wien".

Im März 1938 entzog die Universität Wien ihrer Schwester Elise Richter, die 1904 habilitiert hatte, die Lehrerlaubnis und sie erhielt Bibliotheksverbot. In der Folgezeit veräußerten Elise und Helene Richter aus finanziellen Gründen ihre Bibliothek, die größtenteils an die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und die Österreichische Nationalbibliothek verkauft wurde. Im März 1942 mussten sie in ein jüdisches Altersheim umziehen. Von dort wurden sie im Oktober 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo Helene am 8. November 1942 starb. Wenige Monate später starb dort auch ihre Schwester Elise Richter am 21. Juni 1943.

Die Bibliothek von Elise und Helene Richter gehörte zu den ersten Sammlungen in unserem Bestand, für die ein eigenes Sammlungsportal entstand: "Virtuelle Bibliothek Elise und Helene Richter".

8. November 2022

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    Aus: Paré, Ambroise: Een suyverlijc tractaet, om int corte te handelen enn te genesen alderhande wonden enn quetsuren gedaen met haeckbussenIn, Antwerpen: 1556
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31. Oktober 2022 - Fundstücke aus dem Magazin: Ambroise Paré, Vater der französischen Chirurgie

Auf den ersten Blick schaurigschön passend zu Halloween, stellt sich beim genauen Hinsehen heraus, dass wir einen Medizinklassiker in den Händen halten: Eine niederländische Ausgabe von Ambroise Parés Abhandlung über die Behandlung von Verwundungen durch Feuerwaffen und Schießpulver.

Ambroise Paré (* um 1510, † 1590), war ein französischer Chirurg und gilt bis heute als Wegbereiter der modernen Chirurgie und Begründer der Gesichtsprothetik. Nach einer Ausbildung zum Bader arbeitete er viele Jahre als Militärchirurg auf den Schlachtfeldern Europas und behandelte dort äußerst erfolgreich Soldaten, Feldherren und sogar Könige. Er entwickelte für Verletzungen, die durch die neuartigen Feuerwaffen entstanden, Behandlungsmethoden, die Soldaten höhere Überlebenschancen boten. Als Erster beschrieb er den Wundbrand und entwarf fortschrittliche Prothesen. Aber auch in anderen medizinischen Fachbereichen, wie z.B. der Geburtshilfe, leistete er bedeutende Fortschritte.

Trotz der fehlenden akademischen Ausbildung wurde Ambroise Paré 1554 als maître en chirurgie in das Collège de Saint Côme, das chirurgische Kollegium der Pariser medizinischen Fakultät, aufgenommen. Aufgrund seiner großen praktischen und wissenschaftlichen Verdienste um die Chirurgie wurde er als „Vater der französischen Chirurgie“ bezeichnet.

1545 veröffentlichte Paré seine Abhandlung La méthode de traicter les playes faictes par hacquebutes et aultres bastons à feu, die als Meilenstein der Chirurgiegeschichte gilt. Veröffentlichungen, für den praktischen Gebrauch geschrieben, waren häufig dem Verschleiß unterworfen, so dass heute nur noch wenige Exemplare existieren. Und auch an der vorliegenden Ausgabe, einer niederländischen Übersetzung aus dem Jahr 1556, kann man deutliche Gebrauchsspuren erkennen. Sie wurde in Antwerpen gedruckt und gehört in die Sammlung Gymnasialbibliothek. Signatur: GBIX141+C

 

31. Oktober 2022

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1. Oktober 1901 - Erster Bericht über den Fund der Waldseemüllerkarte von 1507 erscheint in der Kölnischen Volkszeitung

1901 fand der Jesuitenpater Josef Fischer in der Schlossbibliothek Wolfegg in der Nähe von Ravensburg das wahrscheinlich einzige erhaltene Exemlar der Weltkarte von Martin Waldseemüller aus dem Jahr 1507. Auf dieser Karte war erstmals der Name »America« verzeichnet. Der Fund ging damals durch die gesamte Weltpresse. Josef Fischer selbst gab 1903 gemeinsam mit Prof. Franz von Wieser den Band "Die älteste Karte mit dem Namen Amerika aus dem Jahre 1507, und die Carta marina aus dem Jahre 1516" heraus. Dass der allererste Bericht über den Sensationsfund in der Kölnischen Volkzeitung erschienen sein soll, hat der österreichische Wissenschaftler Dr. Philipp Schöbi herausgefunden und daraufhin Kontakt zu uns aufgenommen. Und tatsächlich: Durch die autoptische Recherche, entdeckten wir den kleinen Artikel:  Am Dienstag, dem 1. Oktober 1901, auf dem dritten Blatt in der Abendausgabe, S. 1, rechts unten in der Rubrik "Welt und Wissen". Somit konnten wir Herrn Schöbis Annahme bestätigen, sein Forschungsergebnis durch einen Scan der Zeitungsseite ergänzen und in das Licht der Öffentlichkeit stellen.
Signatur: ZTG14+A-1901(11.7/8.11)

Über die Waldseemüllerkarte oder Wie Amerika zu seinem Namen kam

Martin Waldseemüllers Weltkarte von 1507 war die erste Karte, die im Westen einen neuen Kontinent darstellte: AMERICA. Die Karte dokumentierte die neuesten geografischen Erkenntnisse, die sich aus den portugiesischen und spanischen Entdeckungen des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts ergaben. Der Kartograf Waldseemüller stützte sich auf Daten, die Amerigo Vespucci während seiner Reisen in die Neue Welt 1501-02 gesammelt hatte. Als Anerkennung für Vespuccis Erkenntnis, dass ein neuer Kontinent entdeckt worden war, taufte ihn Waldseemüller »America«. Diese Karte ist das einzige bekannte erhaltene Exemplar der ersten Ausgabe, von der vermutlich 1.000 gedruckt wurden. Mit der Darstellung der neu entdeckten amerikanischen Landmaße veränderte sich das europäische Verständnis von einer Welt, das bis dahin nur Europa, Asien und Afrika kannte.
(Quelle: Library of Congress, Digitale Weltbibliothek)

2001 wurde die Waldseemüllerkarte an die Library of Congress verkauft. Seit 2005 gehört sie zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
(Quelle: Wikipedia)

Sammlungsportal Rheinische Zeitschriften >>

01. Oktober 2022

2. September 2022 - "WEGWEISER ODER DIE MACHT DER MEHRDEUTIGKEIT"

Ausstellung in der Kunst-Station Sankt Peter Köln, 02.09.-02.10.2022

Im September 2022 sind wir gemeinsam mit dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds zu Gast in der Kunst-Station Sankt Peter Köln.

Die Ausstellung "Wegweiser" geht aus der Kölner Jesuitensammlung hervor und möchte die Dinge des zweiten Blicks präsentieren: Fünf Stationen erzählen Geschichten, die Bücher einer Schulbibliothek erst dann preisgeben, wenn man sie – vielleicht ganz zufällig – aufschlägt.

Auf unserer Website gibt es im Kulturprogramm auch eine Online-Ausstellung zum "Wegweiser" mit interessanten Hintergrundinformationen zu den Exponaten >>

2. September 2022

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20. August 1792 - vor 230 Jahren wurde der Pariser Architekt Jacob Ignaz Hittorff in Köln geboren

Jakob Ignaz Hittorff, Sohn eines Kölner Blechnermeisters, schuf als Architekt in Paris in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts u.a. die Kirche St-Vincent-de-Paul, den Cirque d’hiver und den Pariser Bahnhof Gare du Nord, damals der größte der Welt. Mit 16 Jahren ging Hittorff beim Kölner Maurermeister Franz Leisten (1754–1833) in die Lehre. 1810 zog er, ausgestattet mit Empfehlungsschreiben von Ferdinand Franz Wallraf und seinem Kölner Freund Franz Christian Gau, nach Paris. Dort erhielt er 1811 die Zulassung an der École des Beaux-Arts.

Sein künstlerischer Nachlass gelangte 1898 an die Stadt Köln. Seine sehr gut erhaltenen Bücher zur Kunst und Archäologie kamen über die Stadtbibliothek in die 1920 neu entstandene USB, inkl. Alben mit rund 2.500 Originalzeichnungen, die in bisher sieben Inventaren in unserer Hittorff-Schriftenreihe veröffentlich wurden. Band 8 erscheint 2023.

Zur Sammlung Jakob Ignaz Hittorff >>

 

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Friedrich von Gentz (1764-1832)

9. Juni 1832 -Vor 190 Jahren starb Friedrich von Gentz

Friedrich von Gentz war Publizist "Edelfeder", österreichischer Diplomat und Staatsmann. Er war vor allem begeisterter Europäer und ein Spät-Aufklärer. 1814 war Gentz Generalsekretär und Protokollführer des Wiener Kongresses sowie aller anderen Kongresse des post-napoleonischen Europas bis hin zum Veroneser Kongress 1822. [1] Am 9. Juni 1832 starb Friedrich von Gentz in Wien.

2008 erhielten wir als Schenkung das Gentz-Archiv von Günter Herterich, Kölner SPD-Politiker und Historiker, der über einen Zeitraum von fast 30 Jahren Dokumente von und über Friedrich von Gentz zusammengetragen hatte. Dabei konzentrierte er sich auf die umfangreiche Korrespondenz des Wiener Diplomaten. 2008 übergab Herterich sein Archiv als Schenkung an die USB Köln.

Zusätzlich überließ Herterich der USB rund 5.000 Bücher aus seiner umfangreichen Bibliothek mit dem Schwerpunkt auf neuere deutsche und lateinamerikanische Geschichte.

[1] Raphaël Cahen: "Forscherglück: vom wissenschaftlichen Arbeiten mit Nachlässen am Beispiel der Gentz-Sammlung Herterich"

Friedrich von Gentz, Sammlung Herterich >>

 

31. Mai 2022 - "Bücher auf Reisen" im Sommer 2022

Einige unserer Bücherschätze verbringen diesen Sommer in Münster, Düsseldorf, Arnsberg und Essen. Und ab sofort können Sie auch im Foyer sehen, wohin die Bücherreisen gehen. Ein QR-Code führt Sie zu den Ausstellungsbeschreibungen.

Ein bisschen stolz sind wir schon darauf, dass unser Bestand so gefragt ist - und unsere Bücher freuen sich auch, mal was anderes zu sehen ...

Zu "Bücher auf Reisen - Leihgaben für Museen" >>

31. Mai 2022

 

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1. April 1932 - Vor 90 Jahren starb Heinrich Erkes: Kaufmann, Islandforscher und Bibliothekar in Köln

Herzstück unserer Islandica-Sammlung ist eine Schenkung von Heinrich Erkes: 1920 gingen ca. 4500 Titel aus und über Island in den Bestand der USB ein.

Heinrich Erkes wurde 1864 in Elberfeld geboren und wuchs in Köln auf. Nachdem er zunächst einige Jahre in Bonn Neuere Sprachen und Geologie studiert hatte, stieg er als Kaufmann in das elterliche Handelsunternehmen ein und führte es ab 1900 eigenverantwortlich.

Ebenfalls ab 1900 setzte sich Erkes intensiv mit Island auseinander, lernte isländisch und besuchte 1905 erstmals die Insel, die ihn von da ab in ihren Bann zog. Nach dem ersten Weltkrieg, der ihm sein Kaufmannsgeschäft zerstört hatte, wurde er 1920 als wissenschaftlicher Bibliothekar an der neu gegründeten Universitäts- und Stadtbibliothek eingestellt. Er war also ein vormaliger Kollege von uns. Bis 1930 bereiste er Island noch acht weitere Male. Erkes sammelte sehr systematisch Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Karten aus und über Island, so dass er schließlich über eine, für einen Privatmann, einzigartige Sammlung von mehreren tausend Island-Titeln verfügte.

Quelle: Hoffrath, Christiane: Die Sammlung Islandica in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, In: Syré, Ludger (Hg.): Ressourcen für die Forschung. Spezialsammlungen in Bibliotheken. Frankfurt am Main: Klostermann, 2018. (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 123), S. 101-111.

Heinrich Erkes im Portal Islandica-Sammlung >>

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8. März 2022 - Weltfrauentag: Mathilde von Mevissen, Frauenrechtlerin und Mitbegründerin des Kölner Frauenbildungsvereins

Mathilde von Mevissen (1848-1924) war die zweitälteste der fünf Töchter von Gustav von Mevissen (Unternehmer und Politiker im Rheinland, * 1815, † 1899). Wie im 19. Jahrhundert üblich, erhielten die Mädchen keine fundierte Ausbildung. Der Besuch einer Schule wurde durch Hauslehrer ersetzt. "In jeglichem Wissen bin ich Homöopath - habe stets nur die allerkleinsten Dosen genommen"¹, schrieb sie Jahre später. Sie fand Mittel und Wege, sich heimlich Bücher aus der reichen, aber den Kindern verbotenen Bibliothek des Vaters zu beschaffen, um ihren Wissensdurst zu stillen. Als Erwachsene setzte sie sich sehr für die Rechte der Frauen (Frauenwahlrecht) und insbesondere für die Ausbildung und Förderung von Mädchen ein. Sie war Mitbegründerin des 1894 gegründeten Kölner Frauenfortbildungsvereins. Dass 1903 in Köln ein Mädchengymnasium - das erste in Preußen - eröffnet wurde, war ihrem Einsatz und ihrer finanziellen Förderung zu verdanken. Sie erlebte es noch, dass diese Schule 1923 nach ihr benannt wurde. Als verdiente Person der Stadtgeschichte ehrt die Stadt Köln das Andenken an Mathilde von Mevissen durch eine Skulptur im Figurenprogramm des Rathausturms.

¹"Da ich unglücklich war und wohl etwas unterdrückt - Mathilde von Mevissen und die Mädchenbildung"
in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins ; volume 75, issue 1, page 87-142 ; ISSN 0341-9320 2198-0675, (2004)

Zur Sammlung der Familie von Mevissen >>

08. März 2022

17. Februar 1602 - Vor 420 Jahren wurde die Kölner Ratsbibliothek gegründet ...

Im Februar 1602 beschloss der Rat der Stadt Köln, eine "Senats-" bzw. "Syndikatsbibliothek" zu gründen. Man benötigte dringend Literatur für den Behördenalltag, besonders für die Fachgebiete Rechts- und Staatswissenschaften sowie Geschichte - also musste eine Bibliothek aufgestellt werden. Die Sammlung wuchs sehr langsam: Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts füllte sie mit 1.800 Bänden nur wenige Regalmeter. Der Buchbestand im Rathaus vergrößerte sich 1824 schlagartig, als der verstorbene Rektor der Universität Ferdinand Franz Wallraf seiner Vaterstadt seinen gesamten Nachlass vermachte. Wallrafs Bibliothek mit etwa 14.000 Bänden wurde nun auch im Rathaus untergebracht. Vom Rathausturm zogen Syndikats- und Wallrafbibliothek in den Hansasaal, von dort in die Ratskapelle und später in den Spanischen Bau - und das war nicht der letzte Standort. 1884 erweiterte sich der Bestand nochmals um die Gymnasialbibliothek und aus den drei Bibliotheken entstand die wissenschaftliche Stadtbibliothek, die von breiten Schichten der Stadtgesellschaft genutzt wurde. Heute wird die Syndikatsbibliothek in der USB wieder in ihrer ursprünglich geschlossenen Aufstellung unter der Signaturengruppe "SB" aufbewahrt.

Weitere Informationen zu den ersten Büchersammlungen, die den Grundstock für unseren Bestand bildeten, finden Sie in diesen Sammlungsportalen:

Quelle: 400 Jahre Ratsbibliothek / Universitäts- und Stadtbibliothek: Ansprachen beim Festakt im Hansasaal des Historischen Rathauses zu Köln am 28. November 2002.