Sammlungsnachrichten

Wissenswertes und Aktuelles aus 82 Sammlungsportalen

Titelblätter "Kölnische Zeitung"
von 1924 und 1925

Startdatum 29. Juli 2021
436.000 Seiten zur rheinischen und deutschen Geschichte jetzt online verfügbar

Die "Kölnische Zeitung" im Volltext durchsuchen von 1803-1945

>> https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/titleinfo/9715711

Eine der wichtigsten überregionalen deutschen Zeitungen des 19. und 20. Jahrhunderts ist die "Kölnische Zeitung“.
Sie ist als historisches Leitmedium weit über das Rheinland hinaus bekannt und aktuell die einzige OCR-erschlossene Zeitung in dem Portal zeitpunkt.nrw.

Die Digitalisierung erfolgte im Rahmen eines zweijährigen DFG-Projektes in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn von Juli 2019 bis Mai 2021.

Kooperationspartner war das Institut für Zeitungsforschung in Dortmund.
Bei der Lückenergänzung unterstützten bisher:

Insgesamt sind ca. 436.000 Seiten in Köln und Düsseldorf gescannt worden aus den Jahrgängen 1803 - 1945. Noch fehlende Ausgaben aus dem letzten halben Jahr der Zeitung (Oktober 1944 bis Anfang April 1945) sollen nach und nach ergänzt werden.

1930 P. Werk B. 5 Citroen C4 Lim. © Scholz

Sammlungsstart 24. Juni 2021

Schenkung des Sammlers Immo Mikloweit zur Automobilgeschichte in Köln ist nun online!

Bereits 1877 knatterte der erste dampfbetriebene Kraftwagen durch Köln, 1888 der erste Benziner. Nach der Jahrhundertwende folgte dann zunächst eine kurze Zeit des Elektroantriebs; so fuhren die ersten Taxis und auch der erste Kölner Kranken- und Postwagen mit elektrischem Antrieb (!).

Der Auto-Experte Mikloweit erforschte die Geschichte zum Automobilbau in Köln und veröffentlichte sein Wissen in zahlreichen Publikationen.

Erfahren Sie mehr über die Sammlung Immo Mikloweit >>

                                                                                                                                                                                           24.06.2021

Stichtag 1. Mai 1906

Vor 115 Jahren erschien der erste deutsch-neuisländische Sprachführer für touristische Reisen. Dieses kleine Jubiläum möchten wir feiern, denn Heinrich Erkes (1864-1932), einer unserer ehemaligen Bibliothekskollegen, war der Verfasser des Reisewörterbuchs.

Mit ca. 10.000 Titeln pflegen wir heute eine im deutschen Sprachraum einzigartige Islandica-Sammlung. Den Grundstock dafür bildete die private Sammlung von Heinrich Erkes mit ca. 4500 Titeln, die er 1920 der USB schenkte.

Der Kaufmann, Sozialdemokrat und Bibliothekar (an der frisch gegründeten Universitäts- und Stadtbibliothek Köln) sammelte systematisch Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Karten aus und über Island. 232 Buchtitel davon sind vor 1800 erschienen, wie z.B. ein Druck der ersten isländischen Bibel aus dem Jahre 1584 oder verschiedene Ausgaben der Edda-Sagen. Erkes legte neben einem Zettelkatalog einen alphabetischen handschriftlichen Katalog an, dessen Original sich heute in der Nationalbibliothek in Reykjavik befindet. Wir besitzen eine Kopie des Katalogs und haben ihn digitalisiert.

Weiterhin erwerben wir aktuelle Islandica-Literatur und bauen so den Bestand der Sammlung kontinuierlich aus.

01.05.2021

Sammlungsstart 21. April 2021

Die Jesuitensammlung Köln ist online! Ein LAM-Projekt (Library, Archive, Museum) der USB Köln.

„Lieber ein Kollegium ohne eigene Kirche als ein Kollegium ohne eigene Bibliothek“

Diese Einstellung vertrat Petrus Canisius (1521-1597), ein niederländischer Jesuit, der die Anfänge der Jesuiten nördlich der Alpen entscheidend prägte.

Der Kölner Jesuitenorden hatte von 1556 - 1773 beides: St. Mariä Himmelfahrt, die an der Marzellenstraße gelegene Kollegkirche und die dort ebenfalls untergebrachte Kollegsbibliothek, die unter anderem das Tricoronatum (Dreikönigsgymnasium) mit Schulliteratur versorgte.

Heute ist diese Bibliothek verstreut in der 40.000 Bände umfassenden Gymnasialbibliothek. Dank der Förderung durch den Kölner Gymnasial- und Stifungsfonds (GSF) konnten wir einen Teil dieser Bibliothek nun in einem Sammlungsportal rekonstruieren.

Unser dreiköpfiges "Jesuiten-Team", bestehend aus einem Doktoranden, einer Diplom-Bibliothekarin und einer Studentischen Hilfskraft, durchsuchte dafür den Bestand der bei uns aufgestellten Gymnasialbibliothek nach Büchern aus der Jesuitenbibliothek und präsentierte am 21. April 2021 dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds sein Arbeitsergebnis. Durch die Überprüfung per Autopsie erhalten wir Antworten auf Fragen wie: "Welche Bücher wurden für Studium und Lehre beschafft?" oder auch "Welche Bücher durften nicht in der Schulbibliothek aufbewahrt werden?"

Zusätzlich geben die in den Bänden vorhandenen Besitzeinträge wertvolle Hinweise auf die Beziehungen der Kölner Jesuiten zu ihren Ordensbrüdern im europäischen Ausland. Eine Katastrophe für die Jesuiten, aber eine Chance für die heutige Forschung ist dabei der Bibliotheksbrand von 1621, der einen Neuaufbau der Büchersammlung nötig machte.

Weitere vom GSF geförderte Projektpartner sind das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud sowie der Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Sammlungen der Jesuiten zu erforschen und zu beschreiben. 

Bevor die Projektfinanzierung durch den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds 2022 endet, wird die Sammlung noch um Zeichnungen und Drucke des Wallraf-Richartz-Museums ergänzt.

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Erfahren Sie mehr über das LAM-Projekt der USB Köln >>

21.04.2021