Ein Kölner gestaltete Paris

Der künstlerische Nachlass des Architekten Jakob Ignaz Hittorff gelangte nach dem Ableben seines kinderlos verstorbenen Sohns und Erben Charles-Joseph Hittorff 1898 an die Stadt Köln. Die von Hittorff auf langen Reisen vor Ort erworbenen Bücher zur Kunst und Archäologie kamen über die Stadtbibliothek in die 1920 neu entstandene USB. Hier finden sich sogar Alben mit rund 2500 Originalzeichnungen. Diese Meisterzeichnungen und Arbeitsskizzen werden derzeit Zug um Zug veröffentlicht.

Die Hittorffschen Sammlungen

Die wissenschaftliche Edition der in der USB Köln vorhandenen Alben mit Architekturzeichnungen von J.I. Hittorff besorgt der Kunsthistoriker Michael Kiene. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierte ein Projekt zur Inventarisierung der Zeichnungen von der Forschungsreise, die Hittorff 1822-1824 nach Italien unternahm.

Bisher sind vier Inventar-Bände in den "Schriften der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln" erschienen:
Bd. 1 Die Bauprojekte, 1821-1858 (1995)
Bd. 2 Die Alben von Jean-François-Joseph Lecointe (1783-1858). Architekturen, Skizzen und Visionen (2005)
Bd. 3 Die italienische Reise, 1822-1824 (2012)
Bd. 4 Das Album "Sicile Moderne" Zeichnungen von einer Pilgerfahrt ins wahre Paradies der Künste (2013)
Bd. 5: „SICILE ANCIENNE“ Hittorff and the architecture of classical Sicily (2017)

Einen großen Teil des graphischen Nachlasses Hittorffs befindet sich in der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud Köln.
Einige Teile des Nachlasses befinden sich im Historischen Archiv der Stadt Köln und dem Kölner Stadtmuseum. Weitere Hittorff-Objekte befinden sich heute in Museen und Archiven von Paris, in Italien und den USA.

Ansprechpartner:

apl. Prof. Dr. Michael Kiene
Tel.: 0221 470-3199
E-Mail an Michael Kiene