[ Alle Digitalisate ] [ Erweiterte Suche ]

Nur Digitalisate

1 / 2

Digitale Dissertationen der Alten Universität Köln des 17. und 18. Jahrhunderts

 „… dass in der Stadt Köln fortan eine Universität sein soll, nach dem Muster der Universität Paris, und für immer dort bleiben soll“, so bestimmte es Papst Urban VI. in der Gründungsurkunde der Universität vom 21. Mai 1388.

Das Besondere der Kölner Universitätsgründung als vierte im Reich war, dass sie auf einen Beschluss des Stadtrats - der führenden Bürger der Stadt - zurückging. War doch die erste Universität in Prag 1348 von Kaiser Karl IV., die zweite in Wien 1365 von Erzherzog Rudolf IV. und die dritte Gründung in Heidelberg 1386 vom Pfalzgrafen Ruprecht II. bestimmt worden.

„Nach dem Muster von Paris“ bedeutete, dass auch Köln das Promotionsrecht und das Vorlesungsrecht der Promovierten erhielt und dass alle an der Universität erworbenen akademischen Grade denen der Pariser Universität gleichgestellt waren. Wie in Paris war auch in Köln der größte Teil der Studenten Kleriker. Allerdings wurden in Köln beide Rechte, das Kanonische und das Kaiserrecht, gelehrt. Das Kaiserrecht bezeichnet das Römische Recht und dieses wurde in Paris durch Papst Honorius III. 1220 untersagt. Außerdem wurde die Satzung der Theologischen Fakultät nach dem Muster der einige Jahre zuvor gegründeten Wiener Universität erlassen.

410 Jahre bestand diese sog. Alte Kölner Universität. 1798 erging es ihr erneut wie der Universität in Paris: Im Zuge der Französischen Revolution wurden beide, wie alle Universitäten in Frankreich und in dem seit 1794 von den Franzosen besetzten Gebiet (Mainz, Trier), geschlossen. Erst 1919 erfolgte die Neugründung.

Public Domain Mark
Dieses Werk (Digitale Sammlung Königsberger Dissertationen), das durch die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln gekennzeichnet wurde, unterliegt keinen bekannten urheberrechtlichen Beschränkungen.

Sollten Sie unsere Digitalisate nachnutzen, freuen wir uns über eine Namensnennung.

Diese Sammlung ist mit Open Access gekennzeichnet.

Open Access bezeichnet den weltweit freien und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Internet unter Wahrung des Urheberrechts. Dem Leser sollen weltweit keine rechtlichen oder finanziellen Schranken im Wege stehen.

Open Access an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln