1918: 100 Jahre Kriegsende und Revolution in Köln

21. November 2018 - 27. Januar 2019

Die kleine Ausstellung beschreibt den Anfang und das Ende des Ersten Weltkrieges in verschiedenen Facetten. Ausgewählte Bücher demonstrieren die imperialistische Überheblichkeit und die grausame Realität der Schützengraben.

Im Fokus der Ausstellung steht die Revolution in Köln und die gleichnamige Schrift des damaligen Stadtverordneten und Fraktionsführers der Kölner SPD Wilhelm Sollmann. Dank seiner und der Besonnenheit des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer blieb die Revolution in Köln tatsächlich aus und es kam zu einer einvernehmlichen Zusammenarbeit mit dem Arbeiter- und Soldatenrat. Dem SPD-Abgeordneten oblag außerdem die Organisation der geordneten Rückführung der Truppen über den Verkehrsknotenpunkt Köln. Der Zug der heimkehrenden Truppen über die Rheinbrücke ist das illustrierte Leitmotiv der Ausstellung.

Andrea Odametey, Buchbindermeisterin der Universitäts- und Stadtbibliothek, hat ein zeitgenössisches Foto des Truppendurchzugs als Vorlage für einen Linolschnitt genommen. Dieses Motiv dient nicht nur als Illustration in der Ausstellung, sondern es schmückt als Einbanddekoration die diesjährige Jahresgabe der „Kölnischen Bibliotheksgesellschaft“. Der aufwendig gestaltete Handeinband umschließt den Nachdruck von Wilhelm Sollmanns Schrift aus dem Dezember 1918 sowie den einleitenden Beitrag von Konrad Adenauer, dem Enkel des damaligen Kölner Oberbürgermeisters und späteren Bundeskanzlers: „Wilhelm Sollmann. Sein Leben, die Revolution in Köln und die Beziehungen der Kölner Sozialdemokratie zu Konrad Adenauer“. 

Veranstaltungsort

Vitrinen vor der Caféteria der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Universitätsstraße 33, 50931 Köln