Fenster in die Erdgeschichte

Fossilien aus versteinerten See- und Meeresböden geben Aufschluss über die vorzeitliche Biosphäre

03.02.- 31.05.2020

Die gezeigten, herausragend erhaltenen Fossilien stammen alle aus Stagnat-Lagerstätten, die in sauerstofffreiem oder übersalzenem Milieu am bzw. im Meeresboden entstanden, sodass herabsinkende Organismen der Verwesung entgingen und unter Sauerstoff-Abschluss im feinkörnigen Sediment einschließlich des Weichkörpers eingebettet werden.

Die Untersuchung solcher Fossil-Lagerstätten ist eines der vielen Arbeitsgebiete, denen sich die Paläontologie widmet. Die Paläontologie ist eine vielseitig zusammengesetzte Naturwissenschaft an der Schnittstelle mehrerer Disziplinen, insbesondere zwischen Geologie und Biologie. Sie bedient sich zahlreicher moderner Analysetechniken, um Fossilien unterschiedlichster Art und Größe zu untersuchen. Fossilien geben uns vielfältige Hinweise über die vorzeitliche Biosphäre, über ehemalige Lebensgemeinschaften, vor allem aber über die Prozesse, die ihre Entstehung, ihre Zusammensetzung und Funktion sowie ihre Evolution gesteuert haben.

Drei Fallbeispiele aus der Erdgeschichte stellen wir Ihnen in der Ausstellung vor:

1) Den Lebensraum und die Lebewelt des tropischen Messel-Süßwassersees in Süd-Hessen vor 47 Millionen Jahren (Eozän),

2) die tropisch-aride Lagunenwelt im Umfeld von Solnhofen (Fränkische Alb) vor 150 Millionen Jahren (Ober-Jura) und

3) das epikontinentale Posidonienschiefer-Meer der Gegend von Holzmaden (bei Stuttgart) vor etwa 180 Millionen Jahren (Unterer Jura).

 

Kontakt: Professor Dr. Michael R.W. Amler, Julia C. Friedel, Institut für Geologie und Mineralogie, AG Paläontologie und Historische Geologie, im Department Geowissenschaften der Universität zu Köln (julia.friedel@uni-koeln.de)

Weitere Ausstellungen: GeoMuseum der Universität zu Köln, Zülpicher Str. 49

 

Ausstellungsort

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Vitrine vor der Cafeteria, Universitätsstraße 33, 50931 Köln