Concrete:Imagination
Die Ästhetik des Brutalismus

Wir zeigen Architekturfotografien von Gregor Zoyzoyla vom 7. Februar bis 30. April 2020 im Foyer unseres brutalistischen Bibliotheksgebäudes in der Universitätsstr. 33 in Köln. Sie sind herzlich eingeladen!

07.02. - 30.04.2020

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Royal National Theatre in London, Architekt Denys Lasdun, Bauzeit 1967-76. (c) Gregor Zoyzoyla

Über die Ausstellung

Unter Leitung des Stuttgarter Architekten Rolf Gutbrod wurde 1966 der Bau für die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln fertiggestellt: mit einem Benutzungsbereich, einem Verwaltungstrakt und dem wohl bekanntesten Bauteil, dem wabenverkleideten Magazinkubus, stand er seinerzeit für die Avantgarde.

Nicht nur in Köln gibt es mit der Uni-Bibliothek , der Kirche Hl. Johannes XXIII. in Köln-Sülz oder der Hochschule für Musik und Tanz Köln bedeutende Bauwerke des Brutalismus zu entdecken, sie sind auf dem ganzen Globus verteilt und polarisieren wie kaum ein anderer Architekturstil der Nachkriegsmoderne. Der Frankfurter Fotograf Gregor Zoyzoyla reist zu jenen Betonbauten nach Belgrad, London, Marseille oder Köln und dokumentiert mit der Geflissenheit eines Gläubigen die rohe Schönheit ihrer Treppenhäuser, Fassaden und brutalistischen Details. Seine Bilder aus Sakralbauten und öffentlichen Einrichtungen transportieren die Suche nach einem radikalen gesellschaftlichen Neuanfang, die den Brutalismus bis heute als Aura umgibt.

Einige von Gregor Zoyzoylas Bildern sind zeitgleich im Deutschen Architekturmuseum zum 100. Geburtstag Gottfried Böhms zu sehen und er wird Böhm auch in unserer Ausstellung eine Fotovitrine widmen.

Über den Künstler

Schon während seines Studiums der Geografie entwickelte Gregor Zoyzoyla ein großes Interesse, urbane Räume zu erkunden und deren Funktion, Ästhetik und Bedeutung für die Bewohner*innen der Stadt auch fotografisch festzuhalten. Besonders fasziniert ihn hier das Spannungsfeld zwischen den Ursprungsvisionen der Planer von damals und der späteren Bewertung durch Nutzer*innen. Von größeren Ausschnitten verlagerten sich Zoyzoylas Bildausschnitte und Szenen mit der Zeit mehr und mehr ins Detail und so rückte die Architektur in seinen Fokus. Dabei haben es ihm die Bauwerke des Brutalismus besonders angetan.

Gregor Zoyzoyla stellte seine Bilder bereits im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt, im Barbican Centre London, in den Breidenbach Studios Heidelberg sowie in vielen kleinen, selbstorganisierten Ausstellungen aus. Daneben ist er in viele kleine Projekte involviert. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Denkmalschutz und Landschaftspflege organisierte er zum Beispiel mit dem Kunst-Leistungskurs des Europagymnasiums Wörth eine Fotografie-Tour zur Erkundung und Wertschätzung des eigenen Schulgebäudes – natürlich im Stil des Brutalismus. Dieses Engagement hat dazu beigetragen, dass das Schulgebäude nun unter Denkmalschutz gestellt wird.

www.gregorzoyzoyla.com
www.instagram.com/gregorzoyzoyla

www.facebook.com/gregoraufderflucht
Gregor Zoyzoyla bei der Sendung "titel thesen temperamente"


Einladung zur Vernissage

Freitag, 7. Februar 2020, 18 Uhr, Eintritt frei!

  • Begrüßung | Dr. Hubertus Neuhausen, Leiter der Universitäts- und Stadtbibliothek
  • Begrüßung | Gregor Zoyzoyla, Fotograf und Stadtplaner
  • Kurzvortrag | Felix Torkar, Architekturhistoriker | „Memorability as an Image“: Brutalismus und seine Bildhaftigkeit
  • Kurzvortrag | Tobias Flessenkemper, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz | Midcentury, Brutalismus & Postmoderne: Eine Zukunft für unsere architektonische Vergangenheit

Sehen Sie auch das dazugehörige Facebook-Event des ausstellenden Künstlers Gregor Zoyzoyla

Veranstaltungsort

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Foyer, Universitätsstraße 33, 50931 Köln

Öffnungszeiten

Concrete:Imagination - Die Ästhetik des Brutalismus
vom 7. Februar bis 30. April 2020

Montag bis Freitag von 9 bis 24 Uhr
Samstag und Sonntag von 9 bis 21 Uhr

Wichtiger Hinweis

Sollten Sie keinen Bibliotheksausweis oder keine UCCard besitzen, wenden Sie sich bitte an das Personal und geben Sie an, dass Sie die Ausstellung besuchen möchten. Sie gelangen dann kostenfrei durch die Einlassschranke.

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