Was soll aus ihr bloß werden? Die Bühnen- und Kostümbildnerin Renate Rieß

14. März 2018 - 27. Mai 2018

Renate Rieß (1917-2001) studierte an der Akademie  in Karlsruhe (Klasse Josua Leander Gampp) und in München, im Jahr 1942 begann sie am Freiburger Theater, an dem sie 35 Jahre bleiben sollte, um  Bühnenbilder und Kostüme zu entwerfen; parallel dazu machte Rieß Buchillustrationen.

Eine ausschließliche Tätigkeit als freie Künstlerin war in Rieß‘ Biographie, durchaus typisch für eine Frau ihrer Generation, nicht denkbar. Aber ihre Handzeichnungen, Skizzen, Holzschnitte, vor allem aber ihre Skizzenbücher und Collagen, viele von ihnen während und kurz nach Ende des Nationalsozialismus entstanden, sind Beispiele eines Lebens gemäß der Maxime von Apelles, die Plinius mit folgenden Worten zitiert: „Nulla dies sine linea“. Rieß war nicht nur produktiv, sie verfügte über Phantasie, Witz und die Fähigkeit, diese beiden Eigenschaften virtuos umzusetzen.

Die Exponate sind eine Leihgabe der theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität Köln.

Veranstaltungsort

Vitrinen vor der Caféteria der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Universitätsstraße, 33, 50931 Köln