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Erforschung von Fragmenten alter Handschriften und Drucke

Die Erforschung von Fragmenten alter Handschriften und Drucke hat in der Forschung Konjunktur. Sie sind weltweit in großer Zahl vertreten und eröffnen die Möglichkeit, auf bislang unbekannte Texte, Lesarten, Druckausgaben zu stoßen und damit unsere Kenntnis der Textüberlieferung und der Kulturgeschichte zu erweitern.

Diesem Themenbereich ist der Sammelband „Fragment und Makulatur“ gewidmet, der auf eine Tagung, gemeinsam veranstaltet vom Landschaftsverband Rheinland und der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, zurückgeht.

Einen besonderen Aspekt bringt dabei der Vortrag von Dr. Bertram Nickolay (Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik Berlin), der sich mit Akten beschäftigt, die von der untergehenden Stasi geschreddert wurden, um ihre Spuren zu verwischen. Das Institut hat eine Technik entwickelt, diese Akten auf elektronischem Wege wiederherzustellen und damit einer Aufarbeitung wieder zuzuführen.

Diese automatisierte virtuelle Rekonstruktion ist ein ebenso politisch und historisch wichtiger wie immens spannender Vorgang, der in diesem Vortrag und der anschließenden Diskussion anschaulich dargestellt wird.