Persistente Identifikatoren (PIDs)

Digitale Ressourcen im Internet finden sich unter einer url (Uniform Resource Locator). Auch wissenschaftliche Publikationen und Forschungsdaten können im Netz über eine url zitiert und wiedergefunden werden. Diese sind jedoch vergleichsweise kurzlebig, das Phänomen, dass eine url ins Leere führt, ist allgemein bekannt. Somit eignen sich urls nicht für eine dauerhafte und eindeutige wissenschaftliche Zitierbarkeit wissenschaftlicher Publikationen oder Forschungsdaten.
So wie sich im Bereich der Printmedien die ISBN (International Standard Book Number) für Bücher sowie die ISSN (International Standard Serial Number) für Zeitschriften durchgesetzt hat, gibt es auch im Bereich der digitalen Objekte persistente Identifikatoren / Persistent Identifier zur eindeutigen Identifikation einer digitalen Ressource während des gesamten Lebenszyklus dieser Ressource. FIDs werden also auch dann nicht geändert, wenn sich die url, unter der eine elektronische Ressource zu finden ist, verändert.
Persistente Identifikatoren sind dauerhaft, standortunabhängig, weltweit gültig, adressierbar (zitierbar) und anklickbar (Resolving). Es kann von einem PID gleichzeitig auf mehrere Kopien des Dokumentes (1:n-Beziehung) verwiesen werden.
Im Gegensatz zum Printbereich hat sich hier jedoch (noch?) kein eindeutiger Standard durchgesetzt, zur Zeit sind unterschiedliche PIDs im Einsatz, von denen an dieser Stelle nur die drei wichtigsten dargestellt werden sollen:

urn: Die urn (Uniform Resource Number) ist ein System, dass im Bibliothekswesen weite Verbreitung findet und insbesondere für Publikationen genutzt wird. Die urn wird in Deutschland von der Deutschen Nationalbibliothek vergeben. Auch die Publikationen im Kölner Universitäts-Publikations-Server KUPS werden mit einer urn vergeben, die sich so zusammensetzt:

     nbn:de:hbz:38-62294
     nbn = Deutsche Nationalbibliothek
     de = Deutschland
     hbz = Nordrheinwestfälischer Bibliotheksverbund
     38 = USB Köln
     6229 = indiv. Nummer einer konkreten Publikation
     4 = Prüfziffer

doi (Digital Object Identifier): doi wird vielfach von großen kommerziellen Verlagen, wie z.B. Elsevier, Springer, Oxford University Press und Wiley eingesetzt, ist aber auch im Bereich der Forschungsdaten sehr geläufig. Die Mitglieder des Vereins DataCite e.V. fungieren als DOI-Vergabestelle für Forschungsdaten. In Deutschland sind dies:

GWDG Göttingen Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen

 

TIB Technische Informationsbibliothek Hannover

 

ZBMed Leibniz Informationszentrum Lebenswissenschaften

 

ZBW Leibniz Informationszentrum Wirtschaft

 

GESIS Leibniz Institut für Sozialwissenschaften

 

Das Handle-System ist eine technische Entwicklung der Corporation for National Research Initiatives CNRI. Das Handle System wird lokal implementiert. Die Handle PIDs bestehen aus einem Präfix für die jeweilige Institution, die ein Handle System implementiert hat und ein Suffix für das individuelle elektronische Objekt. Das Suffix wird lokal vergeben und kann sich aus beliebigen Zeichen zusammensetzen.

Eine ausführliche Darstellung von PIDs findet sich im Kapitel 13.2 des nestor Handbuchs „Eine kleine Enzykopädie der digitalen Langzeitarchivierung“.

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