Die Autorin Carmen-Francesca Banciu
© Marijuana Gheorghiu
Moderation: Prof. Dr. Claudia Liebrand
Die Autorin Carmen-Francesca Banciu
© Marijuana Gheorghiu
Carmen-Francesca Banciu erzählt in ihrem Roman von der schwierigen Loslösung der Protagonistin von ihrer Kindheit und Jugend im kommunistischen Rumänien.
Maria-Maria kehrt ihrer rumänischen Heimat den Rücken und fängt in Berlin ein neues Leben an. Die Großstadt bietet ihr den Raum, den sie braucht, um mit ihrer Vergangenheit ins Reine zu kommen, vor allem mit der kämpferischen, aber auch überdominanten Mutter. Eines Tages verbrennt die Mutter alle Puppen ihrer Tochter – als Maria-Maria in die Schule kommt, gerade einmal siebenjährig. Die Mutter ist eine Frau, die die unerschütterlichen Prinzipien des Kommunismus zu ihren eigenen macht. Darüber verliert sie die Individualität der Tochter gänzlich aus den Augen. Maria-Maria aber will ihren eigenen Weg gehen und enttäuscht ihre Eltern auf ganzer Linie. Von Systemzwängen, Kollektivismus und raren Liebesgesten gezeichnet, streift Maria-Maria die Fesseln ihrer Familie und des Landes ab und findet die Freiheit – doch die emotionale Auseinandersetzung mit ihrer Mutter hält unvermindert an.
Buchvorderseite "Das Lied der traurigen Mutter"
Carmen-Francesca Banciu ist am 25.10.1955 in Lipova, Rumänien, geboren. Sie studierte Kirchenmalerei und Außenhandel in Bukarest. Nach der Verleihung des Internationalen Kurzgeschichtenpreises der Stadt Arnsberg für die Erzählung Das strahlende Ghetto, erhielt die Autorin 1985 in Rumänien Publikationsverbot. 1991 zog sie mit ihren drei Kindern nach Berlin und lebt dort als freie Schriftstellerin.
Bei Rotbuch erschienen 1992 der Erzählband Fenster in Flammen und 1995 Filuteks Handbuch der Fragen. Es folgte Vaterflucht, 1998 im Verlag Volk und Welt erschienen. Ein Land voller Helden wurde 2000 und Berlin ist mein Paris 2002 bei Ullstein veröffentlicht. Wieder im Rotbuch Verlag erschienen 2007 die Taschenbuchausgabe von Berlin ist mein Paris und der Roman Das Lied der traurigen Mutter.
Die Autorin erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt 2007 den GEDOK LITERATURFÖRDERPREIS.
Kontakt:
Frau Wolter
Tel.: +49 221 470-7015
Fax +49 221 470-5166
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