François Villon - Dichter und Vagabund (1431-1463)

François Villon

Villon, François: Die Ballade vom guten und vom schlechten Lebenswandel.
Linolschnitt von Eduard Prüssen

Die Universitäts- und Stadtbibliothek präsentiert die Ausstellung


François Villon – Dichter und Vagabund (1431-1463). Illustrierte Ausgaben aus den deutschsprachigen Ländern


Die Ausstellung ist täglich
vom 1. Juli bis 30. September 2013

Montag bis Freitag von 8.00 – 24.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 8.00 – 20.00 Uhr

im Foyer der USB zu sehen.

Der Eintritt ist frei.

Anlässlich des 550. Todestages widmet die USB Köln dem französischen Dichter François Villon, dessen dichterisches Oeuvre zu den Schlüsselwerken der französischen Literaturgeschichte zählt, eine Ausstellung mit Illustrationen zu seinen Werken. Villons Poesie ist stark autobiografisch geprägt und Spiegel seines unsteten Lebenswandels. Schon als Student schloss er sich in Paris einer kriminellen Bruderschaft an, wurde in Raub und Mord verwickelt, musste aus der Seine-Metropole fliehen, vagabundierte durch die Lande, machte sich weiterer Vergehen schuldig, wurde mehrmals eingekerkert und schließlich endgültig aus Paris verbannt. Seine die Zeitzustände grell beleuchtende Dichtung fand schon zu Villons Lebzeiten reges Interesse, und nach seiner „Wiederentdeckung“ um die Mitte des 19. Jahrhunderts betrachtete man ihn als Vorläufer der „poètes maudits“. Im 20. Jahrhundert feierte man ihn schließlich als „Ahnherrn der Liedermacher“ und namhafte Chansonniers vertonten und sangen seine Texte.

Villons turbulentes Leben hat nicht nur in der Belletristik, auf der Bühne und im Film seinen Niederschlag gefunden, auch bildende Künstler ließen sich von seinem Werk inspirieren. Seit dem späten 19. Jahrhundert brachten französische Verlage zahlreiche mit Illustrationen versehene Ausgaben heraus, während im deutschen Sprachraum die zeichnerische Beschäftigung moderner Künstler mit Villons Werk erst ein halbes Jahrhundert später einsetzte - die erste illustrierte Ausgabe wurde 1939 publiziert. In der Nachkriegszeit erschienen bei deutschen Verlagen in schneller Folge mehrere mit Illustrationen verzierte Villon-Ausgaben, zudem wurden bibliophile Editionen aufgelegt. Insgesamt lassen sich im deutschsprachigen Raum für das 20. Jahrhundert rund dreißig illustrierte Villon-Ausgaben belegen.

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