„5000 Jahre Schrift in Afrika“: Ausstellung in der USB Köln

Altnobiin-nubischer Text auf Pergament

Altnobiin-nubischer Text auf Pergament: Auszug aus der Offenbarung des Johannes (14; 6-15) Qasr Ibrim I.

Seeka: beschriebene ovale Steinplatte

eine Seeka (beschriebene ovale Steinplatte) mit Inschrift in der Qafar Feera-Schrift

Unter dem Titel „5000 Jahre Schrift in Afrika“ zeigen die Institute für Afrikanistik und Ägyptologie der Universität zu Köln ab dem 7. November im Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek zahlreiche Objekte und Schriftstücke, die die Vielfalt afrikanischer Schriftsysteme belegen.

Im allgemeinen Bewusstsein gilt Afrika – abgesehen von den ägyptischen Hieroglyphen – als ein eher schriftloser Kontinent, in dem die mündliche Kommunikation eine weitaus größere Rolle spielt als schriftliche Informationsverbreitung. Tatsächlich jedoch kann Afrika bis zum heutigen Tag als „Wiege der Schrift“ bezeichnet werden. Hier finden sich nicht nur die frühesten Belege einer Schrift – in der Nekropole der ägyptischen Siedlung Abydos – sondern auch ein fruchtbarer Boden für die Entstehung neuer Schriften, die zum Teil den lautlichen Besonderheiten der afrikanischen Sprachen besser gerecht werden als das lateinische und das arabische Schriftsystem.

Straßenschild in der Kambaata-Sprache, in amharischer Schrift geschrieben: Eine Frauenkooperative ruft zur Wiederaufforstung eines kahlen Berges auf.

Straßenschild in der Kambaata-Sprache, in amharischer Schrift geschrieben

Mit Beginn der Kolonisierung begann die massive Erforschung afrikanischer Sprachen durch christliche Missionare. Dies geschah mit dem Ziel, diese Sprachen mit lateinischen Buchstaben zu verschriften und sie zu Sprachen für den Schulunterricht zu machen. Dadurch sollten die Völker Afrikas zum einen in die Lage versetzt werden, die Bibel in ihren jeweils eigenen Sprachen zu lesen und zum anderen sollten sie Zugang zu moderner Bildung erhalten, die den wirtschaftlichen und technischen Fortschritt in Afrika ermöglichen sollte.

Stoppschild in der libysch-berberischen Schrift Tifinagh

Stoppschild in der libysch-berberischen Schrift Tifinagh

In den meisten Ländern Afrikas steht die lateinische Schrift im Vordergrund. In den Ländern Nordafrikas spielt die arabische Schrift die wichtigste Rolle, und in der Sahelzone und zum Teil darüber hinaus nach Süden spielt diese Schrift zumindest eine wichtige Nebenrolle. Parallel dazu behaupten sich neue Schriftsysteme – vor allem die Vai-, N’ko- und die Bamum-Schrift – in ihren Nischen.Auch sehr alte Schriften wie Tifinagh und die äthiopische Schrift haben sich bis in die heutige Zeit erhalten. Ziel der Ausstellung ist es, die Vielfalt afrikanischer Schriftsysteme einem breiten Publikum nahe zu bringen. Der Begleitband „5000 Jahre Schrift in Afrika“ ist im Sekretariat der Universitäts- und Stadtbibliothek (1. OG, Raum 107) erhältlich.

Die Ausstellung ist vom 7. November 2008 bis zum 8. Januar 2009 im Foyer der USB Köln montags bis freitags in der Zeit von 8.00 – 24.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 8.00 – 20.00 Uhr zu sehen.

Shirt mit Vokabeln Amharisch - Englisch

Shirt mit Vokabeln Amharisch - Englisch


Ansprechpartnerinnen:

Privatdozentin Dr. Helma Pasch (Afrikanistik),
Telefon: +49 221 470–2476 ; E-Mail


Dr. Anja Kootz (Ägyptologie),
Telefon: +49 221 470–4484 ; E-Mail


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