Der bebilderte Schiller – Illustrationen des 19. und 20. Jahrhunderts

Anlässlich des 250. Geburtstags von Friedrich Schiller (1759-1805) zeigt die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln vom 1. – 31. Juli in den Vitrinen am Eingang Kerpener Straße / Universitätsstraße eine Ausstellung der Illustrationen zu seinen Dichtungen.

Plakat zur Ausstellung

Zum "Star” seiner Zeit wurde Schiller mit seinem ersten Drama “Die Räuber”, das 1782 in Mannheim mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt wurde. Das Theaterstück brachte die aufgestaute Wut über die Willkürherrschaft der Fürsten zum Ausdruck. Auch seine Dramen “Kabale und Liebe”, “Maria Stuart”, “Don Carlos” und “Wilhelm Tell” feierten Publikumserfolge auf deutschen Bühnen. Seine Gedichte, insbesondere die Balladen, erlangten gleichfalls schnell große Popularität. Schiller wurde als idealistischer Freiheitsdichter gefeiert, und nach seinem frühen Tod entstand ein wahrer Schillerkult und die Gedenkjahre wurden mit großem Aufwand begangen.

Bereits den frühen Ausgaben der Dramen Schillers waren einige Kupferstiche beigefügt, gestaltet von so namhaften zeitgenössischen Künstlern wie Daniel Chodowiecki (1726-1801) und Johann Heinrich Ramberg (1763-1840). Der Dichter selbst zeigte sich an guten Illustrationen zu seinen Dramen interessiert, trugen sie doch viel zur Popularisierung und zum Verständnis seines Werkes bei. Als sich später das Interesse des Publikums mehr den Gedichten Schillers zuneigte, schuf Moritz Retzsch (1779-1857) eine Reihe von Radierungen zu den bekanntesten Balladen. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die von Ludwig Richter (1803-1884) geschaffenen Illustrationen zu Schillers “Lied von der Glocke”.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Zahl der Veröffentlichungen Schillerscher Werke rasch zunahm, legten manche Verleger Wert auf üppig illustrierte Einzel- und Gesamtausgaben des deutschen “Nationaldichters“. Einige Bände waren mit Schmuck- und Bildelementen geradezu überladen, wobei die künstlerische Qualität der Illustration von Verlegern wohl manchmal als nachrangig erachtet wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als in Deutschland eine Wiederbelebung der Graphik einsetzte, schufen namhafte Künstler wie Lovis Corinth (1858-1925), Hans Meid (1883-1957) und Ernst Barlach (1870-1938) Illustrationen zu Schillers Dichtungen. In den 1920er Jahren traten Walter Klemm, Bruno Goldschmitt und Rolf Schott als prominente Schiller-Illustratoren hervor. Nach 1945 wandten sich vornehmlich in der DDR lebende Künstler (Max Schwimmer, Wolfgang Würfel, Günter Horlbeck, Karl Georg Hirsch) der Illustrierung von Werken des “Klassikers” zu, während in der Bundesrepublik z.B. von Axel Hertenstein, Erwin Holzbaur und Karl Valentin Orasch illustrierte Texte des Dichters erschienen.

Die Ausstellung ist täglich vom 1. Juli – 31. Juli 2009 montags bis freitags von 8.00 – 24.00 Uhr, sowie samstags bis sonntags von 8.00 – 20.00 Uhr im Foyer der USB zu sehen.

Kontakt:
Frau Faresin, Tel.: +49 221 470-3310, E-Mail

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