»ein Buch ist nicht nur Lesegrießbrei«

Objektbücher und Buchobjekte von Hartmut (Haki) Ritzerfeld - Beuys‘ Meisterschüler in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln

Plakat zur Ausstellung

Vom 22. September bis zum 27. Oktober 2008 präsentiert die Universitäts- und Stadtbibliothek Objektbücher und Buchobjekte von Hartmut Ritzerfeld. Die Ausstellung rekrutiert sich aus den unverkäuflichen Objekten der Sammlerin Edith Hochscherff und denen der USB, daneben steht ein weiterer Teil von Exponaten zum Verkauf bereit.

Zur Vernissage im Foyer der Bibliothek laden wir am 22.9. um 19 Uhr herzlich ein; der Künstler und die Galeristin, Angelika Kühnen, sind anwesend.

Buchobjekt Großstadtindianer 2008

Großstadtindianer 2008

Der 1950 in Stolberg geborene Künstler studierte von 1969 bis 1976 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Joseph Beuys und Prof. Karl Kneidl; namhafte Kommilitonen waren u. a. Jörg Immendorff und Blinky Palermo. 1975 wurde Hartmut Ritzerfeld zum Meisterschüler bei Prof. Joseph Beuys ernannt.

Das Werk des bedeutenden Malers wurde bereits mit zahlreichen Ausstellungen gewürdigt, 2008 auch mit einer Retrospektive in den Hallen der ›documenta 12‹ in Kassel. Hartmut Ritzerfeld lebt und arbeitet in Stolberg-Vicht. Zusammen mit Win Braun, Emil Sorge und Franz Bernd Becker gehört er zu den Gründern der Gruppe ›Eifelmaler‹.

Ganz im Sinne von Beuys, der in der Kraft der menschlichen Kreativität die einzig revolutionäre Kraft, nämlich die Kunst erkannte, verwendet der Künstler neben dem konventionellen Maltuch auch alltägliche Gebrauchsgegenstände als Bildträger und erhebt sie durch die ihm eigene Kreativität zum Kunstwerk. Bierdeckel, Servietten und Pizzaschachteln kommen als Malgrund zum Einsatz; regelmäßig ersetzen auch die Leineneinbände ausgedienter Bücher die herkömmliche Leinwand. Vorderseite und Rücken der Bände sind in Acryltechnik bemalt, das Vorsatzpapier erweist sich ebenfalls als geeigneter Malgrund und enthält Kreidezeichnungen, auch Anmerkungen, die Signatur oder den Atelierstempel.

Buchobjekt Geteiltes-zusammengefügt 2008

Geteiltes-zusammengefügt 2008

Eine Reihe von trivialen Texten nagelte der Künstler als ›Verbotene Bücher‹ zu, andere weisen Brandspuren auf. Verfremdet und bis zur Zerstörung in ihre Grenzbereiche gedrängt, übernehmen die Bücher als Gegenstand der künstlerischen Aussage eine neue Aufgabe. Die genagelten Objekte stellen die Erhaltenswürdigkeit mancher Texte infrage; anlässlich des 75. Jahrestages der Bücherverbrennung konzipiert, erinnern andere mit Brandspuren an Buchverluste und Biblioklasmus.

1977 bemerkte Rolf Dittmar, der Kurator der Ausstellung ›Metamorphosen des Buches‹ innerhalb der legendären documenta 6, ein Buch sei eben keineswegs nur »leicht verdaulicher Lesegrießbrei«.

Die Ausstellung ist vom 22. September bis zum 27. Oktober 2008 im Foyer der USB Köln montags bis freitags in der Zeit von 8.00 – 24.00 Uhr und samstags von 8.00 – 20.00 Uhr zu sehen.
Zur Vernissage am 22. September wird die Sammlerin, Edith Hochscherff, Einblicke in ihre Sammlung geben. Regine Boeff, Dezernat Historische Sammlungen und Bestandserhaltung der USB Köln, wird den Künstler und sein Werk um 19.00 Uhr einleitend vorstellen. Am 26. September übernimmt Edith Hochscherff anlässlich der Tagung der Pirckheimer-Gesellschaft in Köln (26. – 28. September) eine Führung durch die Ausstellung.

3 Buchobjekte
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