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Die Landesbibliothekarische Arbeitsstelle "Historische Bestände im Rheinland" berät und unterstützt die Besitzer von historischen Buchbeständen in kleineren, nichtstaatlichen und nicht fachlich betreuten Bibliotheken der Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf auf den Gebieten:
Aufbewahrung und Benutzung der historischen Buchbestände
Erschließung der historischen Bestände
Erhaltung und Restaurierung der Bestände
1985 begann die Erarbeitung des "Handbuchs der historischen Buchbestände in Deutschland" für das Land Nordrhein-Westfalen. Die Arbeiten der Redaktion mit Sitz in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln ergaben, dass sich die historischen Bestände in diesem Bundesland auf eine große Zahl von Bibliotheken, darunter viele kleinere Sammlungen unterschiedlicher öffentlicher und privater Träger, verteilen. Das Handbuch beschreibt für das Land Nordrhein-Westfalen ca. 250 historisch wertvolle Sammlungen, deren Bestände überwiegend nicht im Nordrhein-Westfälischen Verbundkatalog enthalten sind und sich oft in einem schlechten Zustand befinden. Eine Nutzung der Bestände war damit praktisch nicht möglich.
Als Konsequenz aus der Arbeit am Handbuch wurden zwei Arbeitsstellen zur "Erschließung und Nutzbarmachung älterer, wertvoller und schützenswerter Literaturbestände" im Winter 1990/1991 zur Verbesserung der Situation von Sammlungen mit älteren, wertvollen Beständen eingerichtet.
Die Landesbibliothekarische Arbeitsstelle "Historische Bestände im Rheinland" hat ihren Sitz an der USB Köln.
Die Partnerinstitution für den westfälischen Teil Nordrhein-Westfalens ist an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster angesiedelt:
die Arbeitsstelle "Historische Bestände in Westfalen".
Die Katalogisierung der Bestände erfolgt in der Landesbibliothekarischen Arbeitsstelle, d.h. in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Die Bücher werden online in die HBZ-Verbunddatenbank NRW katalogisiert, die erschlossenen Bibliotheken sind mit ihrem eigenen Sigel suchbar.
Lokale Schlagworte und Notationen sind suchbar.
Ist eine Sammlung bereits sachlich erschlossen, wird diese Erschließung übernommen. Einzelne Sammlungen werden außerdem nach einer speziellen Systematik, einer Kurzversion des Hartwigschen Realkatalogschemas aus Halle/Saale, systematisiert. Eine feinere Erschließung kann durch an die Notation angefügte Schlagwörter erfolgen.
Ein gemeinsamer virtueller Katalog der Bestände, die die Landesbibliothekarische Arbeitsstelle bearbeitet, wird aufgebaut:
Virtueller Katalog der Landesbibliothekarischen Arbeitsstelle Historische Bestände im Rheinland
Ein erheblicher Teil der älteren und wertvollen Bestände befindet sich in einem sehr schlechten Zustand.
Da die Restaurierung kompletter Sammlungen auf absehbare Zeit nicht möglich ist, ist es umso wichtiger, dass die Landesbibliothekarische Arbeitsstelle für eine bessere Koordinierung der Arbeiten zur Buchpflege und Restaurierung sorgt. Sie vergibt seit 1993 Mittel des Kultusministeriums als Restaurierungszuschüsse und berät bei Restaurierungsvorhaben, z.B. in der Bibliothek des Mönchengladbacher Volksvereins.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Bibliotheken für eine schonende und sachgemäße Behandlung ihrer Bestände.
Voraussetzung für die Benutzung der Bestände ist neben der Zustimmung der Eigentümer ihre formale und sachliche Erschließung. Durch die Katalogisierung in der HBZ-Verbunddatenbank NRW sind die Bestände überregional nachgewiesen, z.B. auch im Karlsruher Virtuellen Katalog. Die Nutzung der Bestände ist auf drei Arten möglich: Einsicht vor Ort, Transport der gewünschten Bände in eine geeignete Bibliothek und Einsicht im Lesesaal oder Transport in die Arbeitsstelle und - soweit vertretbar - Verfilmung oder Verfichung der gewünschten Literatur.
Da viele der kleinen Sammlungen nicht von Fachpersonal betreut werden, bietet die Landesbibliothekarische Arbeitstelle in allen Fragen Hilfe an, die mit der Erschließung, Benutzung und Bestandserhaltung der Bücher zusammenhängen. Darüber hinaus berät sie bei Zuschussanträgen, der Organisation von Ausstellungen (z.B. "Alte Bücher - neu geschätzt", 4.9. - 12.12.1998 in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln) und anderen Sachfragen.
Dr. K.-F. Beßelmann
Tel.: +49 221 470-3877
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