Karavane in der Takla-Makan, 1928
Karavane in der Takla-Makan, 1928
Ausschnitt aus: Johann Martin Bernatz nach Heinrich Barth, Einzug in Tumbutu (Timbuktu), vor 1859
Erstrangige Radierungen und Holzstiche, zarte bis farbenprächtige Lithographien, bezaubernde Aquarelle, markant gestaltete Gemälde und Photographien – so breit ist das Spektrum der Buchillustrationen von geographischen Forschungsreisen zwischen 1799 und 1928. Diese bisher weitgehend unbeachteten Dokumente von Wissenschaft und angewandter Kunst werden im Buch WeltAnsichten von Bernd Wiese in einer Auswahl vorgestellt; einzelne Illustrationen kommen erstmals aus Archiven zur Veröffentlichung. Alle werden durch Originaltexte der Forscher erläutert und durch Interpretationen in ihren Kontext gestellt.
Die Illustrationen stammen aus Forschungs- bzw. Reiseberichten deutscher Geowissenschaftler, aus Hochgebirgen, Urwäldern und Wüsten, aus Stadt und ländlichem Raum, von Südamerika bis Ostasien.
Es ist äußerst aufschlussreich, bei Motiven wie Landschaft, Stadttopographie oder Alltagsszenen Buchillustrationen im Dienst der Wissenschaft, für die mediale Vermittlung geographischer Erkenntnisse oder als ästhetisch-künstlerische Darstellung zu verfolgen und über WeltAnsichten nachzudenken – von der Aufklärung und der Klassik bis in die Moderne, von den Anfängen der Geographie als Wissenschaft bis zu den Expeditionen der 1920er Jahre.
Bernd Wiese, Dr. rer. nat., Dr. phil., Professor für Geographie i. R. an der Universität zu Köln.
Er studierte in Köln und Bonn Geographie, Historische Geographie, Germanistik und Kunstgeschichte. Seit 2000 Schnittstellenforschung Historische Geographie – Bildforschung.