FID Soziologie - das neue Serviceangebot

GESIS – das Leibniz Institut für Sozialwissenschaften – und die USB bauen gemeinsam für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Serviceangebot für die Soziologie auf: den Fachinformationsdienst Soziologie (FID). Die Implementierung dieser Dienstleistung wird in enger Abstimmung mit der soziologischen Fachcommunity, insbesondere den Fachvertreterinnen und -vertretern der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) entsprechend der Interessen der soziologischen Forschungsgemeinschaft weiterentwickelt, die darüber hinaus in späteren Phasen durch Begleitforschungen immer wieder die eingebundenen Serviceangebote und deren Nutzung evaluieren werden.

Der FID Soziologie hat sich zum Ziel gesetzt, die Informationsinfrastruktur innerhalb der Soziologie durch drei Bausteine zu verbessern. Diese sind eine Reaktion auf Defizite, die in Umfragen und Fachgesprächen aufgetreten sind.

Der erste Baustein ist eine neu aufzubauende Portalplattform, die als zentraler Einstiegspunkt für die Informationsversorgung der soziologischen Forschung dienen wird. Die Plattform wird allen fachlich Interessierten zur Verfügung stehen, aber zudem für registrierte Nutzerinnen und Nutzer zusätzliche Funktionalitäten anbieten, die über die reine Recherche hinausgehen. In die Plattform werden in der Soziologie etablierte Literaturrecherche-Module wie Sowiport und Social Science Open Access Repository (SSOAR) eingebunden und mit einem Dokumentlieferservice angereichert.

Als zweiter Baustein wird ein akademisches Social Network speziell für die soziologische Fachcommunity aufgebaut, das die fachliche Kommunikation und Vernetzung unterstützt. Hierbei dienen die großen wissenschaftlichen Netzwerke wie ResearchGate oder Academia.edu als Vorbild, ohne allerdings alle dort implementierten Funktionalitäten nachzubauen. Vielmehr steht im Rahmen des FID Soziologie eine erste Implementation mit den Grundfunktionalitäten wie Erstellung einer wissenschaftlichen Profilseite, Pflege einer persönlichen Literaturliste sowie Verknüpfung mit den Profilen anderer Teilnehmer des Netzwerks im Focus. Die zu entwickelnde Plattform wird dabei modular gehalten, so dass die Inhalte und Services auch in andere Plattformen eingebunden und nachgenutzt werden können.

Der dritte Baustein ist die Verbreitung und Unterstützung des Open Access-Gedankens, der eine umfangreiche freie Versorgung mit wissenschaftlichen Volltexten für die Soziologie zum Ziel hat. Hierzu wird zunächst SSOAR gestärkt und nachdrücklicher als bisher auf die Bedarfe der Fachcommunity ausgerichtet. Die enge Verknüpfung von SSOAR mit dem Social Network zielt zusammen mit einem umfassenden Beratungsangebot darauf ab, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Zweitveröffentlichung und Selbstarchivierung ihrer Publikationen bestmöglich zu unterstützen.

Integration and Presentation Layer

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für 3 Jahre gefördert und läuft im Rahmen des Förderprogramms "Fachinformationsdienste für die Wissenschaft". Projektstart ist Mitte dieses Jahres.


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